Features im Radio

Features

Montag 09:05 Uhr Ö1

Radiokolleg - Fürchtet euch nicht!

Wege aus der Angst (1). Gestaltung: Daphne Hruby Die Covid-19-Pandemie ist ein Brennglas. Durch sie werden gesellschaftliche Missstände aus dem Schatten geholt, aber gleichzeitig auch verstärkt. Dabei hat sich eine Emotion besonders manifestiert: Angst. Menschen haben Angst vor einer Ansteckung. Menschen haben Angst, dass ihre Liebsten erkranken, oder gar sterben. Menschen haben Angst vor der Impfung. Menschen haben Angst, dass sich zu wenige vakzinieren lassen. Menschen haben Angst um ihre wirtschaftliche und soziale Existenz. Menschen haben Angst vor den gesellschaftlichen Entwicklungen. Es gibt kaum einen Menschen, der in den vergangenen 20 Monaten, als das Virus das erste Mal nachgewiesen wurde, nicht auf irgendeine Art von Angst geplagt war. Besonders Heranwachsende leiden unter Lockdowns und sozialer Isolation. In dieser Altersgruppe haben sich psychische Erkrankungen wie Angststörungen verfünf- bis verzehnfacht, wie eine Studie kürzlich gezeigt hat. Tendenz steigend. Die hervorgerufenen Ängste werden uns noch lange begleiten. Höchste Zeit nach Wegen zu suchen, um aus diesem dunklen Tunnel herauszufinden. Hier gibt es viele Pfade, die sich auch an den jeweiligen Ausprägungsformen orientieren. Auf der therapeutischen Schiene hat sich die kognitive Verhaltenstherapie sehr bewährt. Dabei werden Betroffene behutsam mit ihren Ängsten konfrontiert, bis diese ihren Schrecken verlieren. Einige Psychologinnen und Therapeuten bedienen sich auch modernster Technik, etwa Virtual-Reality-Brillen, die einem die eigene Horrorwelt vor Augen führen - wortwörtlich. Betroffene können der Angst aber auch auf anderen Schneisen entsteigen. Eine zentrale Rolle bei der Bändigung spielt die Atmung. Diese lässt sich trainieren. Muskelentspannungsübungen, Biofeedback - also die bewusste Kommunikation mit Körpersignalen - aber auch Sport und Kunst sind hier Kompass und Kontrollinstrument in einem. Wer unter Panikattacken leidet, kann diese mit kleinen Tricks bezwingen. All diese Ansätze bekämpfen die Symptome. Um die Angst bei ihren Wurzeln packen und die Ursachen erkennen sowie angehen zu können, muss man tiefer graben. Dabei braucht es auch Veränderungen von außen - sowohl gesellschaftlicher als auch politischer Art. Angst wächst in gewissen Rahmenbedingungen groß. Angst hat aber auch einen Nutzen. Ein gewisses Maß ist nicht nur sinnvoll, sondern auch nötig, um unser Überleben zu sichern. Neurologisch sitzt die Angst in der Amygdala, einer mandelförmigen Ansammlung aus Nervenzellen im limbischen System - der emotionalen Schaltzentrale unseres Gehirns. Ängste können angeboren oder im Laufe des Lebens erworben worden sein. Dabei gilt: es gibt nichts, was es nicht gibt. Neben geläufigeren Ängsten, etwa vor Spinnen oder vor engen Räumen, bekommen manche Menschen Panikzustände, wenn sie ihr Handy nicht bei der Hand haben - im Fachjargon: Nomophobie. Die Pandemie hat auch neue Formen der Angst heraufbeschworen. Welche Wege führen aus dieser Spirale?

Montag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Jüdisches Leben in Bayern Stadt und Land Walther Rathenau Der verhasste Patriot Das Kalenderblatt 18.10.1969 Rolling Stones Magazin veröffentlicht Plattenkritik der "Masked Marauders" Von Markus Mähner . Jüdisches Leben in Bayern - Stadt und Land Autorin: Karin Becker und Julia Zantl/ Regie: Jüdisches Leben in Bayern ist überraschend vielfältig. Ob sephardische Juden aus Israel, aschkenasische Juden aus der ehemaligen UdSSR oder alteingesessene deutsch-jüdische Familien - sie alle schaffen gemeinsam einen enormen kulturellen Reichtum. In der Öffentlichkeit wird die jüngste Geschichte der bayerischen Juden seit dem Zweiten Weltkrieg wenig wahrgenommen. Doch gibt es gerade in den größeren Städten wieder lebendige jüdische Gemeinden, die besonders durch die vor rund 20 Jahren aus dem Ostblock geflohenen Jüdinnen und Juden noch einmal an Größe und Vielfalt gewonnen haben. Für die "Neuzugänge" damals war Deutschland ein Zufluchtsort! Auch in ländlichen Regionen regt sich heute langsam wieder jüdisches Leben. Das Landjudentum war viele Jahrhunderte ein fester Bestandteil der bayerischen Geschichte, doch nach dem dritten Reich war davon kaum noch etwas übrig. Heute gibt es wieder Jüdinnen und Juden, die es aufs Land zieht, wo sie ihre Kultur neu verankern. Über den jüdischen Alltag wissen viele Deutsche immer noch wenig. Wie leben unsere jüdischen Mitbürger in Bayern? Woher kommen sie? Was sind ihre Traditionen, ihre Sorgen und Träume? Wir begeben uns auf Spurensuche durch Bayern und begegnen Juden und Jüdinnen, die uns an ihrem Alltag und ihren Familiengeschichten teilhaben lassen. Walther Rathenau - der verhasste Patriot Autor: Rainer Volk / Regie: Sabine Kienhöfer Als Erbe des AEG-Konzerns war er einer der prominentesten Männer seiner Zeit. Doch Walther Rathenau wollte nicht bloß "Sohn sein". Vielseitig interessiert, fand er bereits als junger Mann Zugang zur künstlerischen und intellektuellen Avantgarde. Seine Bücher und Essays erregten im späten Kaiserreich Aufsehen, sorgten aber auch für Spott und Häme. So hat ihn Robert Musil in einer Figur seines Romans "Der Mann ohne Eigenschaften" karikiert. 1914 übernahm Walther Rathenau die Leitung der Rohstoff-Abteilung im Reichskriegsministerium, einer Behörde, die für die Rüstung und Versorgung Deutschlands enorm wichtig wurde und zu einem gewaltigen Apparat heranwuchs. Trotzdem war Rathenau nie Kriegstreiber, sondern sah die Ziele des Deutschen Reiches in dem Konflikt kritisch. In der Weimarer Republik unterstützte Rathenau die liberale DDP und versucht, mithilfe seiner internationalen Beziehungen die Isolation Deutschlands zu durchbrechen. So übernahm für kurze Zeit auch das Amt des Reichsaußenministers, ehe ihn rechte Extremisten im Juni 1922 bei einem Anschlag ermordeten. Rainer Volk zeichnet die Skizze eines allen Neuerungen aufgeschlossenen Industriellen, Mäzens und Politikers, dessen Ideen zu Lebzeiten verkannt blieben. Erstsendung BR: 2010 Moderation: Redaktion: Thomas Morawetz

Montag 09:30 Uhr Ö1

Radiokolleg - Was ist wirklich gesund?

Lebensmittel auf dem Prüfstand (1). Gestaltung: Sabine Nikolay Am Anfang stehen idealerweise Muttermilch und ein paar Monate später geschabte Äpfel, zerquetschte Bananen, gekochte Karotten und Grießbrei. An der Baby-Diät gibt es nicht viel zu rütteln. Nach spätestens einem Jahr wird es jedoch kompliziert, zumindest in jenen Ländern, in denen ein Überfluss an Lebensmitteln die Wahl schwer macht. Was ist wirklich gesund? - fragen wir in dieser Radiokollegwoche und beleuchten ein paar beliebte Lebensmittel genauer: Milch zum Beispiel - eine weiße Emulsion die als Drüsensekret von Kuh, Schaf und Ziege gewonnen wird. Ist Milch so gesund, wie es Werbespots vermuten lassen? Oder fördert sie ungehemmtes Zell-Wachstum, das zu Krebs führen kann? Ein weiteres Beispiel: Die berühmte Mittelmeerdiät mit viel Olivenöl und Fisch: Omega 3-Fettsäuren bringen zweifellos Vorteile für den menschlichen Organismus - aber stimmt das auch, wenn die "Mittelmeer"-Diät in Zentraleuropa mit raffiniertem Olivenöl und tiefgefrorenen Fischen eingehalten wird? Und wie steht es mit grünem Gemüse - ist es wirklich so gesund wie uns Glauben gemacht wird? Überhaupt: Gemüse - hängt der Nähr-Wert nicht auch von Regionalität und Frische ab?

Montag 09:45 Uhr Ö1

Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Willi Warma, Alicia Edelweiss, Brenk Sinatra, Opus (1). Gestaltung: Thomas Mießgang, Ambra Schuster, Stefan Niederwieser, Walter Gröbchen Im Januar 2017 hat das Radiokolleg eine Langzeit-Serie zur Geschichte der österreichischen Popmusik gestartet. Von Ambros bis Qualtinger, von Danzer bis Wanda wird das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands dokumentiert, ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft reflektiert und ihr Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur gewürdigt. *Willi Warma - Der Sound der Stahlstadt* Die Linzer Band Willi Warma war eine Gruppe mit schmalem Werk aber weitreichender Wirkung. Eigentlich in gewisser Weise mehr ein Mythos als eine popmusikalische Realität, die sich zu einer Karriere hätte ausbauen lassen. Willi Warma galten in ihrer Glanzzeit in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren als ´sexiest band alive` und waren weltberühmt in Oberösterreich - doch ihre Strahlkraft reichte durchaus auch für Auftritte im Wiener U 4, wo sie die Hauptstadtbands mit druckvollen Klängen und körperbetonter Bühnentheatralik herausforderten. Der Band um den charismatischen Sänger Kurt Holzinger gebührt die Ehre, die inoffizielle Linz-Hymne "Stahlstadtkinder" komponiert zu haben, die mit ruppigem Offbeat-Rhythmus ein postindustrielles, oppressives Ödland beschreibt: "Stahlstadtkinder immer im Duell / Stahlstadtkinder leben viel zu schnell / Stahlstadtkinder in den Stahlfabriken / Und abends besoffen in den Discotheken" Ansonsten waren Willi Warma, angemessen verrucht nach einem gestrickten englischen Peniswärmer benannt, ein klassische Band des Überganges zwischen zwei jugendkulturellen Milieus: Ursprünglich beeinflusst von den Rolling Stones, den Stooges und den Glamrockbands der frühen Siebziger gehörten sie zu den ersten, die nach London pilgerten und mit Singles von den Sex Pistols und den Clash zurückkehrten. Daraus wurde ein giftiger Cocktail gebraut, zu dem aber auch eine harte, punkige Version des Schlagers "Ich sprenge alle Ketten" von Ricky Shayne gehörte - ein Vorgeschmack auf das, was bald als Neue Deutsche Welle bekannt werden sollte. Zu dieser Zeit wurde in Linz-Urfahr das heute nicht mehr existierende Café Landgraf als unorthodoxe Rock and Roll-Location entdeckt und Willi Warma avancierten zur Hausband einer sich gerade erst formierenden Punk-Szene. Es war eine Zeit der hohen energetischen Verdichtung, in der Willi Warma sich mit den anderen Linzer Lokalheroen Miss Mollies Favourites a la Beatles und Stones matchten - und meistens den Sieg davontrugen, vor allem bei den Girls. Dass daraus nicht mehr gemacht werden konnte, ist ein kleines Drama der österreichischen Popgeschichte. Willi Warma schafften es nie ganz, ihre Live-Energie auf Tonträger zu transformieren und sie pendelten einigermaßen unentschlossen zwischen englischen und deutschen Texten und zwischen Pop, Punk und R B, ohne sich auf eine wiedererkennbare Linie festzulegen. Dabei gelangen immer wieder geniale Songs wie die Konrad Bayer-Vertonung "Niemand hilft mir", doch nie ein Album, das den Stellenwert der Band in der österreichischen Szene markiert hätte. So war die Willi Warma-Ära bereits 1983 wieder vorbei. Mittlerweile sind mit Kurt Holzinger, Peter Donke und Julius Zechner bereits drei der vier Bandmitglieder verstorben. Der Mythos jedoch lebt - bis heute. Gestaltung: Thomas Mießgang

Montag 10:04 Uhr WDR5

Neugier genügt

Feature: Warum wähle ich Bolsonaro?; Redezeit mit Johannnes Krause, Archäogenetik Thema: Die Reise der Menschheit; Gedicht: Erkältung von Alain Lance zur vollen Stunde WDR aktuell

Montag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Robin Hood Die Legende vom edlen Räuber Hamelns verschwundene Kinder Der Zauber des Rattenfängers Das Kalenderblatt 18.10.1969 Rolling Stones Magazin veröffentlicht Plattenkritik der "Masked Marauders" Von Markus Mähner . Robin Hood - Die Legende vom edlen Räuber Autor: Christian Feldmann / Regie: Sabine Kienhöfer In den Hollywood-Filmen reitet Robin Hood lachend durch Sherwood Forrest, schießt mal eben die Büttel des bösen Sheriffs mit Pfeil und Bogen vom Pferd, führt seine immer fröhlichen Gesetzlosen zu Kampf und Sieg und gibt den Armen mit großer Geste zurück, was ihnen der Sheriff geraubt hat. Es ist ein wunderschönes Märchen, unsterblich wie seine Helden. Doch wie bei König Artus, Siegfried aus dem Nibelungenlied oder dem biblischen Mose stellt sich die Frage, ob Robin von Locksley überhaupt je gelebt hat. Greifbar ist lediglich der Widerhall seiner Geschichte in zahllosen Balladen und Bühnenspielen. Robin Hood - nur die Verkörperung einer Sehnsucht nach sozialer Gerechtigkeit, nur ein Traum von der großen Freiheit in den Wäldern, vom Leben im Einklang mit der Natur? Eine faszinierende Spurensuche über die Jahrhunderte hinweg. Erstsendedatum BR: 2015 Hamelns verschwundene Kinder - Der Zauber des Rattenfängers Autor: Johannes Munzinger / Regie: Susi Weichselbaumer Auf der ganzen Welt wird die Sage vom Rattenfänger von Hameln erzählt. Von Amerika bis China ist sie Schullektüre, diese Geschichte über Schuld und Sühne; über ein Opfer, dass zum Täter wird und Betrüger, die um ihr höchstes Gut betrogen werden. Dass die Sage einen wahren Kern hat, ist unbestritten. Doch was geschah wirklich in Hameln? Die historische Spurensuche führt zurück in das Jahr 1284, als etwas Schreckliches in der niedersächsischen Stadt geschehen sein muss, schrecklich genug, um sich in das kollektive Gedächtnis der Bürger einzubrennen. 130 Kinder verschwanden damals spurlos, als sie einem geheimnisvollen Fremden aus der Stadt folgten. Noch heute, fast 750 Jahre nach dem Verschwindenden der Hamelner Kinder, ist die Stadt wie verzaubert vom Rattenfänger, kein Ort in Deutschland identifiziert sich so sehr mit einer Sagengestalt. Aus dem Trauma wurde Sage und aus dem Fremden das schillerndste Wahrzeichen Hamelns. Erstsendedatum BR: 2017 Moderation: Thies Marsen Redaktion: Thomas Morawetz

Montag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Dein ganz persönliches Minimum Woher wir wissen, dass es zum Leben reicht Von Heiner Kiesel (Wdh. v. 26.10.2020) Es gibt ganz einfache Zahlen dafür, was der Mensch zum Leben braucht: Kalorien, Flüssigkeits- und Sauerstoffmenge, Temperatur. Aber es ist klar, dass es nicht darum geht, wenn wir vom Existenzminimum sprechen. Dazu gibt es komplizierte Berechnungen, aber alles, was über die Lebenserhaltung hinausgeht, ist umstritten: die Regelbedarfe der Sozialhilfe, das steuerliche Existenzminimum und die Frage, wie viel nötig ist, damit man sich noch als Teil der Gesellschaft fühlen kann. Die gesellschaftliche und politische Diskussion darüber ist hoch emotional - auch weil sie uns als Einzelne im Kern trifft.

Montag 20:00 Uhr Bermuda.funk

Glottal Stop

Packt die Snacks aus! Glottal Stop kredenzt im Oktober eine köstliche Sendung zum Thema Essen. Wir haben unterschiedliche Leckereien vorbereitet und alles mit einer Prise Musik abgeschmeckt. Es erwartet euch also ein Ohrenschmaus vom aller feinsten. Feature Antibiotika "Multiresistente Keime in der Landwirtschaft. Die nächste Pandemie könnte aus dem Hühnerstall kommen"

Montag 21:04 Uhr WDR5

Dok 5 - Das Feature

Montag 22:08 Uhr Ö1

Radiokolleg

Fürchtet euch nicht! Wege aus der Angst (1). Gestaltung: Daphne Hruby Was ist wirklich gesund? Lebensmittel auf dem Prüfstand (1). Gestaltung: Sabine Nikolay Lexikon der österreichischen Popmusik.Willi Warma, Alicia Edelweiss, Brenk Sinatra, Opus (1). Gestaltung: Thomas Mießgang, Ambra Schuster, Stefan Niederwieser, Walter Gröbchen

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