Tagestipps im Radio

Tagestipps

Montag 18:25 Uhr Ö1

Journal-Panorama

Der Streit zwischen Frankreich und Großbritannien über den Umgang mit den Flüchtlingen spitzt sich zu. Gestaltung: Gabi Biesinger, Sabine Wachs (ARD) Immer mehr Flüchtlinge machen sich von Frankreich aus auf den Weg über den Ärmelkanal nach Großbritannien; seit Jahresbeginn sind bereits 17.000 Bootsflüchtlinge an Englands Küste gelandet, mehr als doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2020. Das führt zu einem immer größeren Zerwürfnis zwischen Paris und London, denn die britische Regierung zahlt den Franzosen viel Geld, um zu verhindern, dass die Menschen überhaupt in See stechen. Die britische Innenministerin will nun mit harten Maßnahmen ein Exempel statuieren. Frankreich wiederum möchte die zahllosen Lager loswerden, die sich rund um die Hafenstadt Calais an der Küste erstrecken; die britischen Vorwürfe werden als ungerecht empfunden. Paris erhofft sich Unterstützung von der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex. Von beiden Küsten aus beleuchten die Autorinnen die menschlichen Schicksale und die politischen Interessen in dem Konflikt.

Montag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Andre Zantow Chips aus Taiwan Weltmarktführer ohne Anerkennung Von Carina Rother Der taiwanische Konzern TSMC ist Weltmarktführer im Produzieren von Halbleiterchips für andere Konzerne. Zu den Kunden gehören zum Beispiel AMD, Apple, NVIDIA oder Broadcom. TSMC ist somit ein wichtiger Teil der globalen Lieferkette von Chips und letztlich systemrelevant für die Elektronik-Branche. Aber Taiwan wird nur von wenigen Staaten anerkannt. Muss somit auch wirtschaftlich oft umständlich "unter dem Radar" operieren. Die wirtschaftlichen Verbindungen sollen auch Sicherheit und Solidarität bringen, was durch den politischen Druck Chinas ausbleibt.

Montag 19:00 Uhr HR1

15 Jahre hr1 Live Lounge

Moderation: Daniella Baumeister Feiern Sie mit uns 15 Jahre hr1 Live Lounge! Was am 19. Oktober 2006 mit der Spencer Davis Group begann, wurde zu einer beliebten und exklusiven Konzertreihe. Viele Stars waren zu Gast, im kleinen Rahmen, ganz nah dran, an den Fans. In dieser Sendung gibt es die Highlights aus 15 Jahren hr1 Live Lounge.

Montag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Golgatha (5/8) Von Robert Weber Trip durch 2000 Jahre etwas andere Zeitgeschichte Marcus Tertius Longinus: Fabian Hinrichs Adler: Laura Tonke Dominus / Offizier U-Boot Schmidt: Christian Koerner Karl / Johann: Mathias Renneisen Tetraites / Kaleu: Jochen Nickel Goethe / Senator: Florian Bartholomäi Hitler / Gladiator: Hanns Jörg Krumpholz Goebbels: Thomas Bading Weidling: Gerd Wameling Freud: Hansa Czypionka Kennedy / Professor: Matthias Bundschuh Andropov / Tschebrikov / Gorbatschov: Nikolay Grin Richard / Bush / Kubrick: Norman Matt Aldrin / Merrit / O"Neill: Fabian Busch Haddad: Ayman Cherif Monroe / Telefonistin: Nana Spier Greenson / Chofi / Caligula: Viktor Neumann Thyl: Lars Rudolph Octavius / Henker Morgan: Robert Gallinowski Luther / Armstrong: Martin Engler Brigitte Mohnhaupt / Drussila: Bettina Kurth Tarik / Giuseppe / Misch / Schuster: Joseph Bundschuh Reagan / Offizier: Stefan Gossler Da Vinci: Patrick Güldenberg Kolumbus / Napoleon / Frazier / Casey / Smith: Stefan Jürgens Murray / Reitsch: Gisa Flake Gretchen: Luzie Kurth Chaplin / Killer: Santiago Ziesmer Gladiator / Matrose: Marlon Kittel Paul: David Brizzi Gladiator / Gleim / Matrose: Oliver Brod Wirt: Winfried Peter Goos Muhammad Ali: Eugene Boateng Regie: Annette Kurth Produktion: WDR 2021

Montag 19:30 Uhr Ö1

On stage

Clemens Rofners CLERQ und Pol.D beim Outreach-Festival 2021 Im Zentrum des Eröffnungsabends des diesjährigen Outreach-Festivals stand am 5. August 2021 eine mit Spannung erwartete Premiere: Der Tiroler Bassist Clemens Rofer, bekannt u. a. aus dem Quartett HI5, stellte mit CLERQ sein erstes allein verantwortetes Projekt vor. Unterstützt von Kai Schumacher (Klavier), Sebastian Schneider (Mono-Synthesizer) und Simon Springer (Schlagzeug), choreografierte Rofner eine rund 48-minütige, basslastige Groove-Soundscape, organisch entwickelt, akkurat und vielfältig ausgearbeitet, und mit Adam Holzmans per Video zugespieltem Keyboard-Solo als gewitzter Pointe. Für den Ausklang des Abends sorgte später das Wiener Quartett Pol.D alias Polykleitos Dialog von Bassist Tobias Vedovelli, der mit Saxofonist ?tepán Flagar, Pianist Mike Tiefenbacher und Schlagzeuger Michael Prowaznik klug disponierten, kraftvollen Modern Jazz zu Gehör brachte. Gestaltung: Andreas Felber

Montag 20:00 Uhr Radio Blau

Songs und Chansons

- Wendelieder Mit Wegbereiter und Wegbegleiter könnte man die Lieder der aktuellen Sendung Songs und Chansons ganz gut beschreiben. Denn sie gehören zum großen Kanon der Songs, die das das Ende der DDR beschleunigten und widerspiegelten. Wolf Biermann singt von Ermutigung, Stephan Krawczyk meint "Das geht so lange gut" und Keimzeit glaubt im "Irrenhaus" zu sein. Die Songs und Chansons - eine Stunde Liederkosmos der aufregenden 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Montag 20:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

In Concert

Rio Loco Festival, Toulouse Aufzeichnung vom 16.06.2021 Rock the Casbah - Tribute to Rachid Taha Hakim Hamadouche, Mandolaute Yan Péchin, Gitarre Idriss Badarou, Bass Franck Mantegari, Schlagzeug Kenzi Bouras, Keyboards Arthur Simon, Trompete Sofiane Saidi, Gesang Sofiane Belaïd, Gesang Julien Jacob, Gesang Amel Zen, Gesang Samira Brahmia, Gesang Bruno Maman, Gesang Flavia Coelho, Gesang Moderation: Carsten Beyer Rachid Taha war der "Bad Boy" der französischen Musikszene - ein Sänger mit algerischen Wurzeln, der in seiner Musik den Rai des Maghreb mit Rock und Punk-Elementen vermischte. Taha war zunächst Sänger der Band Carte de Séjour und startete dann in den 90er-Jahren eine Solokarriere. Im September 2018, wenige Tage vor seinem 60. Geburtstag, starb Rachid Taha in seiner Pariser Wohnung an einem Herzinfarkt. Mit dem Tribute-Konzert beim Rio Loco Festival haben Freunde und musikalische Weggefährten nun noch einmal an den Ausnahmemusiker erinnert.

Montag 20:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Laute Nächte Von Thomas Arzt Mit Marie-Luise Stockinger, Felix Kammerer, Sarah Viktoria Frick und Nikolaus Barton Komposition: Hearts Hearts Regie: Andreas Jungwirth ORF 2020 Eine junge Frau und ein junger Mann, nachts, beim Tanzen. Das ist die Geschichte. So einfach. "Laute Nächte" erzählt von Anna und Martin, die einander in einem Club begegnen. Aber es ist nicht die laute Musik, warum sie nicht miteinander sprechen können. Anna ist gehörlos. Das kann Martin ihr nicht ansehen und versteht Annas Verhalten als Ablehnung. Anna hat Erfahrung, was passiert, wenn ihr Gegenüber davon erfährt. Schließlich gilt sie auch im 21. Jahrhundert als behindert. Zurückweisung, Verständnis, Mitleid - das alles kennt sie, das alles will sie nicht wieder und wieder erleben. Aber Martin bedeutet ihr etwas und so offenbart sie sich ihm mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln: "Ich kann dich nicht hören. Was bitte soll das Problem sein?" denkt Martin. "Wann sehen wir uns wieder?" liest Anna von seinen Lippen. Laute Nächte ist die Geschichte zweier Liebender. Thomas Arzt, geb. 1983 in Schlierbach, Oberösterreich, freier Autor, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Germanistik, Philosophie und Psychologie an der Universität Wien. Theaterstücke u.a. Grillenparz (2011), Die Österreicherinnen (2019), Else (ohne Fräulein) (2019), Hollenstein, ein Heimatbild. (2020). Arbeiten u.a. für die Wiener Festwochen, das Volkstheater Wien, das Theater in der Josefstadt, das Schauspielhaus Graz, das Landestheater Linz, das Landestheater Tirol, die Ruhrfestspiele Recklinghausen, das Nationaltheater Mannheim sowie das Theater Sankt Gallen. Roman Die Gegenstimme (2021), Hörspiele u.a. Käfergräber (ORF 2014).

Montag 22:00 Uhr MDR KULTUR

Schlachten und Zerlegen

ARD RadioTatort von Dirk Laucke (Ursendung) Während die Lörbener Bevölkerung ausgelassen beim örtlichen Oktoberfest feiert, wird im Schlacht- und Zerlegebetrieb einer angesehenen Landfleischerei die Hand eines ukrainischen Wanderarbeiters geschreddert - und der ist nicht nur nicht versichert. Der als Student getarnte Ukrainer arbeitet zudem weit unter dem gesetzlichen Mindestlohn. Ehe der Vorfall für dessen Arbeitsvermittlerin brenzlig wird, setzt die den Ukrainer mitsamt Ticket an die Haltestelle eines Linienbusses, um ihn schnellstmöglich nach Hause zu schicken. Immerhin hat die Arbeitsvermittlerin ihrerseits einen Vertrag mit "Fleisch King" Conrad Thom zu erfüllen. Doch wenige Stunden später wird der Arbeiter tot aufgefunden. Von seinen Papieren fehlt jede Spur. Nancy Ritter, die frisch gebackene Polizeimeisterin, ist damit beauftragt, Fotos des unbekannten Toten zu dessen Identitätsfeststellung zu verteilen. Doch dank ihres neugierigen Bruders Tommi, der ein True Crime Podcast aufnehmen will, hat Nancy längst Lunte gerochen ... Während selbst Kriminalhauptkommissarin Gesche Kraus vom LKA noch zögert einen Mord in Erwägung zu ziehen, stecken Nancy und Tommi schon tief im Sumpf von Fleischindustrie, Lohndumping und anderen Schweinereien. Dirk Laucke wurde 1982 in Schkeuditz geboren, wuchs in Halle auf und studierte 2004-2008 Szenisches Schreiben in Berlin. Er schreibt für Theater, Film und Hörspiel und führt gelegentlich auch Regie. Dirk Lauckes Stücke setzen sich engagiert und konkret mit sozialen Widersprüchen auseinander und werden an deutschen Bühnen vielfach inszeniert. Für "alter ford escort dunkelblau" erhielt er 2006 den Kleist-Förderpreis für junge Dramatik, eine Hörspielinszenierung des Textes entstand 2008 bei MDR KULTUR. 2011 folgte "Start- und Landebahn". 2010 erhielt Laucke den Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI, 2011 den Georg-Kaiser- Förderpreis des Landes Sachsen-Anhalt. Seit 2020 schreibt er die MDR- Tatorte für die beliebte Hörfunk-Krimireihe der ARD. Regie: Stefan Kanis Produktion: MDR 2021 Sprecher: Maike Knirsch - Nancy Ritter Johannes Kienast - Tommi Ritter Katja Bürkle - Gesche Kraus Matthias Reichwald - Gerd Marchlewski Anna Sophie Schindler - Steffi Schultz Maria Magdalena Wardzinska - Justyna Pawlowska Martin Reik - Christoph Thom Oana Solomon - Ana Olaru Torsten Ranft - Micha Roman Kanonik - Wasja Ruslan Hrushchak - Kolja Ivan Doan - Sloba Nora Schulte - Straßenkehrerin Dorota Lüer - Arbeiterin (54 Min.)

Montag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Kriminalhörspiel

Endstation Nach dem Drehbuch von John le Carré Übersetzung aus dem Englischen: Hubert von Bechtolsheim und Marianne de Barde Bearbeitung: Hans Bräunlich Regie: Irene Schuck Mit: Matthias Haase, Dieter Ranspach Ton und Technik: Nils Hahmann Produktion: DeutschlandRadio Berlin 1997 Länge: 48"03 Psychologisches Duell im Nachtzug: Ein Mathematiker mit Geheimdienst-Kontakten liefert sich einen Schlagabtausch mit einem jungen Pfarrer, der mehr weiß, als er zunächst zugibt. Krimi-Hörspiel nach dem Drehbuch von John le Carré. Mathematiker Frayne ist mit geheimen Staatsangelegenheiten betraut und gewohnt, alleine zu reisen. Doch der junge Geistliche Bagley setzt sich zu ihm ins Abteil. Im Nachtexpress von Edinburgh nach London beginnt zwischen beiden ein dramatischer Schlagabtausch. Sie sind allein im Abteil, sie belauern sich, fragen sich aus, geben Terrain preis und ziehen sich wieder zurück. Wer sind sie? Was will der eine vom anderen? Agieren sie miteinander oder gegeneinander? Die düstere und bedrohliche Doppelwelt der Agenten wird in einem subtilen psychologischen Kammerspiel inszeniert. Ein Krimi-Hörspiel nach dem Drehbuch "End of the Line" von John le Carré, der am 19. Oktober 2021 seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte. John le Carré, alias David John Moore Cornwell (1931-2020), studierte Germanistik und Neue Sprachen und arbeitete ab 1950 für den britischen Geheimdienst als Secret Service Agent. Bekannt wurde er in den 1960er Jahren durch seine Spionageromane. Seine Werke wurden vielfach verfilmt und ausgezeichnet. Mit "Der Spion, der aus der Kälte kam" wurde er 1963 weltberühmt. Endstation

Montag 23:00 Uhr rbb Kultur

MUSIK DER GEGENWART

Mit Andreas Göbel Die Klavieretüde in der neuen Musik Nicht nur Frédéric Chopin oder Franz Liszt haben in ihren Etüden neue und vor allem höhere Anforderungen in die Klaviertechnik ihrer Zeit aufgenommen. Auch in der Musik der Gegenwart gibt es prägnante Beispiele für Klavierwerke an der Grenze der Spielbarkeit. bis 00:00 Uhr

Dienstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Neue Musik

"MOC" steht für "Musik ohne Computer". Was in der heutigen Musikproduktion nahezu undenkbar scheint, ist an der Essener Folkwang Universität gängige Praxis: Das dortige Institut für elektronische Musik ist die Heimat des analogen Modularsystems "Synlab", eines Unikats von 1978. "Als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe, bin ich rückwärts umgefallen", sagt der Komponist und Musikinformatiker Thomas Neuhaus. Mit Hunderten von Reglern, Tasten und Schaltern hat das Instrument etwa die Größe einer Schrankwand und ist ein Highlight des Instituts - nicht nur im musealen Sinne. Denn der Synlab kommt regelmäßig zum Einsatz, in Kompositionskursen oder zu besonderen Konzertereignissen.

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