Webradio und Livestream

Spezialtipp

Neue SWR-CDs

Bild: SWR/SR/Marco Borggreve

Montag, 20:05 Uhr SWR2

SWR2 Abendkonzert

Neue SWR-CDs

Benedict Kloeckner (Violoncello)

Tagestipp

Heute, 19:30 Uhr Ö1

On stage

Clemens Rofners CLERQ und Pol.D beim Outreach-Festival 2021 Im Zentrum des Eröffnungsabends des diesjährigen Outreach-Festivals stand am 5. August 2021 eine mit Spannung erwartete Premiere: Der Tiroler Bassist Clemens Rofer, bekannt u. a. aus dem Quartett HI5, stellte mit CLERQ sein erstes allein verantwortetes Projekt vor. Unterstützt von Kai Schumacher (Klavier), Sebastian Schneider (Mono-Synthesizer) und Simon Springer (Schlagzeug), choreografierte Rofner eine rund 48-minütige, basslastige Groove-Soundscape, organisch entwickelt, akkurat und vielfältig ausgearbeitet, und mit Adam Holzmans per Video zugespieltem Keyboard-Solo als gewitzter Pointe. Für den Ausklang des Abends sorgte später das Wiener Quartett Pol.D alias Polykleitos Dialog von Bassist Tobias Vedovelli, der mit Saxofonist ?tepán Flagar, Pianist Mike Tiefenbacher und Schlagzeuger Michael Prowaznik klug disponierten, kraftvollen Modern Jazz zu Gehör brachte. Gestaltung: Andreas Felber

Konzerttipp

Heute, 19:00 Uhr HR1

15 Jahre hr1 Live Lounge

Moderation: Daniella Baumeister Feiern Sie mit uns 15 Jahre hr1 Live Lounge! Was am 19. Oktober 2006 mit der Spencer Davis Group begann, wurde zu einer beliebten und exklusiven Konzertreihe. Viele Stars waren zu Gast, im kleinen Rahmen, ganz nah dran, an den Fans. In dieser Sendung gibt es die Highlights aus 15 Jahren hr1 Live Lounge.

Hörspieltipp

Heute, 14:06 Uhr SRF 1

Hörspiel

7/9: «Cibelius - Ein Ausserirdischer in Konolfingen» von Nils Althaus «Gott hats nicht leicht.» Leo hat die Kommandozentrale von Cibelius verwanzt. Sie macht Tonaufnahmen von allen Vorkommnissen dort. Es gibt auch einen Mitschnitt vom Einbruch, nur leider in sehr schlechter Qualität. Im Hirschen rätselt man über den Einbrecher.

Featuretipp

Heute, 09:45 Uhr Ö1

Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Willi Warma, Alicia Edelweiss, Brenk Sinatra, Opus (1). Gestaltung: Thomas Mießgang, Ambra Schuster, Stefan Niederwieser, Walter Gröbchen Im Januar 2017 hat das Radiokolleg eine Langzeit-Serie zur Geschichte der österreichischen Popmusik gestartet. Von Ambros bis Qualtinger, von Danzer bis Wanda wird das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands dokumentiert, ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft reflektiert und ihr Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur gewürdigt. *Willi Warma - Der Sound der Stahlstadt* Die Linzer Band Willi Warma war eine Gruppe mit schmalem Werk aber weitreichender Wirkung. Eigentlich in gewisser Weise mehr ein Mythos als eine popmusikalische Realität, die sich zu einer Karriere hätte ausbauen lassen. Willi Warma galten in ihrer Glanzzeit in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren als ´sexiest band alive` und waren weltberühmt in Oberösterreich - doch ihre Strahlkraft reichte durchaus auch für Auftritte im Wiener U 4, wo sie die Hauptstadtbands mit druckvollen Klängen und körperbetonter Bühnentheatralik herausforderten. Der Band um den charismatischen Sänger Kurt Holzinger gebührt die Ehre, die inoffizielle Linz-Hymne "Stahlstadtkinder" komponiert zu haben, die mit ruppigem Offbeat-Rhythmus ein postindustrielles, oppressives Ödland beschreibt: "Stahlstadtkinder immer im Duell / Stahlstadtkinder leben viel zu schnell / Stahlstadtkinder in den Stahlfabriken / Und abends besoffen in den Discotheken" Ansonsten waren Willi Warma, angemessen verrucht nach einem gestrickten englischen Peniswärmer benannt, ein klassische Band des Überganges zwischen zwei jugendkulturellen Milieus: Ursprünglich beeinflusst von den Rolling Stones, den Stooges und den Glamrockbands der frühen Siebziger gehörten sie zu den ersten, die nach London pilgerten und mit Singles von den Sex Pistols und den Clash zurückkehrten. Daraus wurde ein giftiger Cocktail gebraut, zu dem aber auch eine harte, punkige Version des Schlagers "Ich sprenge alle Ketten" von Ricky Shayne gehörte - ein Vorgeschmack auf das, was bald als Neue Deutsche Welle bekannt werden sollte. Zu dieser Zeit wurde in Linz-Urfahr das heute nicht mehr existierende Café Landgraf als unorthodoxe Rock and Roll-Location entdeckt und Willi Warma avancierten zur Hausband einer sich gerade erst formierenden Punk-Szene. Es war eine Zeit der hohen energetischen Verdichtung, in der Willi Warma sich mit den anderen Linzer Lokalheroen Miss Mollies Favourites a la Beatles und Stones matchten - und meistens den Sieg davontrugen, vor allem bei den Girls. Dass daraus nicht mehr gemacht werden konnte, ist ein kleines Drama der österreichischen Popgeschichte. Willi Warma schafften es nie ganz, ihre Live-Energie auf Tonträger zu transformieren und sie pendelten einigermaßen unentschlossen zwischen englischen und deutschen Texten und zwischen Pop, Punk und R B, ohne sich auf eine wiedererkennbare Linie festzulegen. Dabei gelangen immer wieder geniale Songs wie die Konrad Bayer-Vertonung "Niemand hilft mir", doch nie ein Album, das den Stellenwert der Band in der österreichischen Szene markiert hätte. So war die Willi Warma-Ära bereits 1983 wieder vorbei. Mittlerweile sind mit Kurt Holzinger, Peter Donke und Julius Zechner bereits drei der vier Bandmitglieder verstorben. Der Mythos jedoch lebt - bis heute. Gestaltung: Thomas Mießgang

Podcast

NDR Kultur

Vom Film zum Buch - Sönke Wortmanns Romandebüt

Der Held von Sönke Wortmanns erstem Roman ist ein politischer Redenschreiber, der in Gewissensnöte gerät.

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Hörspiel-Download

SWR 2

Hanna Hartman: Fog Factory

In "Fog Factory" erzählt Hanna Hartman, wie in all ihren Arbeiten der letzten Jahrzehnte, keine Geschichte. Sie fordert uns nicht auf, nach einer Bedeutung zu suchen. Sie möchte einfach, dass wir genau hinhören und die erlesenen, schwer fassbaren Details in ihrem Werk bemerken.

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